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Slow down, take care!


All over the world  Zu reisen bedeutet mir viel. Unglaublich viel. Die verschiedenen Länder dieser Welt zu besichtigen und ihre unterschiedlichsten Seiten kennenzulernen, auf die touristische oder auf die familiäre, ist eine Klasse, ein einzigartiges Gefühl für sich. Ein Gefühl, von mir verehrt.

Andere Länder, andere Sitten; andere Länder, andere Inspirationen. Egal wo ich hingehe, sei es Amerika, Europa oder doch richtung Asien, werde ich von exotisch frischen, von traditionell beeinflussten, emotionalen Begegnungen, unbekannten Plätzen, dazu verleitet, meiner „Schreib-Lust“ freien Lauf zu lassen, ihr manchmal aber auch eine kleine Pause, Ferien, zu geben. Ferien von mir, ihrem ständigen Antrieb. Denn genauso wie das Fliegen in eine andere Kultur, kann ich auch nicht ohne das ständige Schreiben, Berichten über mein Erlebtes. Hätte ich www.c-glossy.blogspot.com nicht, so wären meine Gedanken, meine Ideen, wahrscheinlich in einem Tagebuch notiert . Ein kleines farbiges Buch. Auf weisse leere Seiten. Da dies aber nicht so ist, bin ich umso dankbarer für alles, was mit dem Blog zu tun hat: Ich fühle mich auf der ganzen Welt zuhause, natürlich an manchen Orten mehr, als an anderen, und geniesse es extrem, meine Reisen teilen zu dürfen. Endlich wieder einmal weit weg, in meinem Lieblingsland unterwegs zu sein. Abschalten zu können und an anderes denken zu dürfen. Mir Zeit dafür zu nehmen und mich nicht von der Routine hetzen zu lassen. Denn heutzutage, so scheint es mir, wird alles von einer ständigen Hektik dominiert. Dem Drang die verschiedensten Tätigkeiten so schnell wie möglich zu erledigen und abzuschliessen; nicht bloss die Schule oder eine Weiterbildung. Ganz gewöhnliche, alltägliche Dinge. Für den verwöhnten Menschen etwas Selbstverständliches. Die Arbeit, Zeit mit der Familie. Schnell. Rapide erledigen. Erledigen.

Mir erscheint diese Tatsache schlimm, auch wenn ich mir im Klaren darüber bin, dass auch ich manchmal zu dieser Gruppe Menschen gehöre, die dieses Etwas so hastig wie möglich vorbei haben möchten. Das wurde mir an meinem momentanen Aufenthaltsort, an welchem es keinen Fernseher, nur extrem schlechtes, wirklich schlechtes W-Lan und jede Menge purer Natur gibt, extrem bewusst: Nämlich dem berühmten Yellowstone Park. Und auch wenn ich in keinerlei Hinsicht abhängig von einem Elektronikgerät oder den „sozialen Medien“ bin, fühle ich mich abgetrennt von der Aussenwelt total entspannt. Ich bin nun, umgeben von wilden Tieren und millionen Bäumen, hier und geniesse es, ohne daran zu denken, was ich noch alles gerne sehen, tun und erleben möchte, in Amerika, während diesen Ferien. Die richtigen Gelegenheiten für all jenes wird kommen, bestimmt. Denn die Zeit ist kostbar und wertvoll. Heute weiss ich, dass Ferien nicht bloss normal sind. Von einst 13 Wochen auf, auch wenn das in der Arbeitswelt sehr viel ist, sieben Wochen pro Jahr war eine gigantische Umstellung. Nicht mehr so viel Zeit für die geliebten Dinge, auch für die Familie, zu haben, war komisch und beängstigend. Tätigkeiten und Gewohnheiten auf die Seite zu stecken und auf die nächsten Freitage abwarten zu müssen, um mich ihnen zu widmen, tat weh. „Nein“ zu Freudinnen zu sagen, um mich meinen Pflichten hinzugeben, löste in mir oft etwas Zerdrückendes, ein fesselndes Gefühl aus. Und auch wenn ich das zu Beginn nicht richtig einordnen konnte, bekam ich Panik vor der Tatsache, dass die schönen Kindheitsjahre bald für immer vorbei sein werden. Das aber, diese ganzen Umstellungen, das Gewöhnen an etwas Neues, Bleibendes, gehört, irgendwann für alle, zum Erwachsenwerden dazu. Nach diesem ersten Jahr, bestehend aus der strengen Kombination von Arbeit und Schule, fühle ich mich ganz wohl mit diesem Gefühl, nicht mehr das „kleine Mädchen“ zu sein. Ich bin angekommen und habe mich auch mit den negativen Seiten dieser Wandlung abgefunden. Denn die Probleme auf dieser Welt, all diese Hektik, Katastrophen, dieser ganze Druck und die Verantwortung, waren schon immer da: Ich war bis jetzt nur zu klein, um dies zu begreifen. Um all das mitzubekommen. Zu klein.

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