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Pretty Daisy


Like a flower Den nach Farben geordneten Kleiderschrank durchstöbernd, genau wissend, dass etwas fehlt; nichts Wichtiges, nur etwas Feines materielles, etwas schon tausendmal Bestaundes, aber nie Gefundenes; eine bislang sehr bekannte Szene meiner selbst. 

Wo gibt es ihn nur, wann werde ich ihn endlich finden? Damit gemeint war zu noch etwas düsteren, kalten, fast monotonen Zeiten, ein mittellanger Rock, oder wie man in der Schweiz und Frankreich so schön sagt "ein Jupe", der nicht nur durch seine Eleganz begeistert, sondern sich trotzdem in einer Lässigkeit zu den momentan oft in allen Modeläden und Magazinen präsentierten kurzen T-Shirts kombinieren lässt. Denn meiner Meinung nach können knappe kurze Kreationen viel mehr, als so viel wie möglich von ihren Tragenden preiszugeben. Sie sorgen mit ihren tollen Aufschriften für eine jugendliche Frische und sehen getragen zu so ziemlich allem toll aus. Es war kurz vor meiner Reise nach Paris, da packte mich die Neugier und führte mich in die verschiedensten Läden spazieren. Nichtsahnend kämpfte ich mich durch die vielen Frauen, die an jenem Wochenende anscheinend auf die gleiche Idee gekommen sind, worauf ich mich schliesslich in der eleganteren Ecke des Geschäfts befand. Ich verschaffte mir einen Überblick über die neuen Kollektionen und drehte mich dann, ich weiss nicht mehr weshalb, um. Mich in einer Sackgasse, gebaut aus Kleiderständern, befindend, stach mir plötzlich etwas ins Auge: Lang, in einer zauberhaften Farbe, so unglaublich fein und zart, schön wie eine Blume. Schnell nahm ich dieses "Etwas" zum Gestell hinaus und realisierte kurz darauf, dass ich in genau diesem Moment jene Kreation, nach welcher ich schon monatelang gesucht hatte, in den Händen hielt. Nämlich meinen blissée Jupe. Schnell, hastig und schon fast nervös suchte ich nach meiner Grösse, in der Annahme, dass mein grosses Glück nicht lange anhalten würde. Weil meine Taille sehr schmal ist, habe ich leider oft Mühe damit Röcke und Kleider zu finden, die passend geschnitten sind, sodass der Stoff nicht ständig herunterrutscht. Und mit diesem Vorwissen verschwand ich kurz darauf in der Umkleidekabine, zog meinen gefundenen Traum an und stellte mich vor den Spiegel.

Er passte. Mein persönliches Herzstück. Unglaublich, aber wahr: Endlich gehörte er mir. Und wie wenn es nicht noch besser kommen könnte, hatte ich am letzten Tag in Paris dann die grosse Chance, trotz einer mühsamen Grippe, in meinem geliebten, lang gesuchten Jupe unter dem grand palais, vor einem wunderschönen Tor zu posieren. Formidable! 

Just the way you are in Paris


Big words "To be yourself in a world that is constantly trying to make you something else is the greatest accomplishment" - Ralph Waldo Emerson

We are family


Wunderschön: Die vielen süssen Leckereien, persönliche Geschenke, liebe Worte, interessante Gespräche und freudige Gesichter. 

Vier erholsame Tage und ein Wochenende, gefüllt mit meinem Geburtstag, gehen langsam zu Ende. Leider. Schon wieder. Tage, Momente, wie diese der vergangenen Woche erfüllen mein Herz mit Wärme und geben mir Kraft für neue Herausforderungen, an welchen mir es in den nächsten Jahren mit Sicherheit nicht mangeln wird - darüber bin ich mir ganz sicher. Doch auch wenn ich sehr viel Wert auf eine ordentliche und gute Bildung lege, steht für mich die Familie an erster Stelle. Eine gute Arbeit und viel Geld sind schön, ganz bestimmt, jedoch einfach nicht alles im Leben. Mit Geld kann man sich viel und nichts kaufen; das sollte immer bewusst sein. Egal wo, egal wann und egal wie. Denn wer kennt mich besser, als die Personen, mit welchen ich die meiste Zeit meines bisherigen Lebens verbracht habe und wem könnte ich mehr vertrauen? Natürlich meiner Familie. Zwischen den kitschroten Erdbeeren und meinen wundervollen Blumen, die mir während den vergangenen zwei Tagen geschenkt wurden, ist mir nämlich wieder einmal klar geworden, wie schön es doch ist, die freie Zeit mit den Liebsten zu geniessen, ohne ständig etwas erledigen zu müssen. Und glaubt mir, ich habe das total und ganz ausgekostet. Ich liebe den Wissensdurst abgöttisch, muss mir aber ehrlich eingestehen, dass auch dieser einmal ein bisschen Ferien verdient hat. 

Manchmal ist es schwierig loszulassen, solche Momente wie diese gestern und heute mit meiner Familie zu verabschieden. Aber wie sagt man so schön? Wenn es am schönsten ist, soll man gehen. 

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