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Meine Konfirmation, ein unvergesslicher Tag!

Lange habe ich geschrieben, nun ist er fertig: Der Artikel über meine Konf!
Der Tag meiner Konfirmation war super! Ich erinnere mich sehr gerne daran zurück und werde ihn wahrscheinlich und hoffentlich auch nie mehr vergessen. Mit fast meiner ganzen Familie habe ich lecker auf einem schönen Schiff gegessen und durfte mich über viele Briefumschläge, tolle Geschenke freuen. Wie versprochen habe ich den Artikel zu diesem Ereignis in Kategorien eingeteilt und viele Fotos hinzugefügt. Ich wünsche euch viel Spass beim Lesen und Staunen.

Die Vorbereitung:
Schon in der fünften Klasse mussten wir den "Unti" besuchen. In der sechsten Klasse ging es dann los mit dem Füllen des Juki-Passes (Juki steht für Jugendkirche), in der ersten Oberstufe (oder dem ersten Jahr im Gymnasium) folgte der Konfpass. 20 Mal mussten wir eine von der Kirche organisierte Veranstaltung (zum Beispiel den Teenlink am Freitagabend) besuchen und mindestens sechsmal in der Kirche gewesen sein. Das Konf-Weekend und ebenfalls das Lager in Korsika waren mit Sicherheit die zwei Höhepunkte der vergangenen Konf-Zeit. Zwei Monate vor der Konf ging es los mit der Vorbereitung für den Gottesdienst. Ich wirkte im Dekorationsteam mit und hatte meinen Spass dabei. Wenn ich auf die Zeit zurückblicke, dann erinnere ich mich an viele tolle Momente, auch wenn ich nicht immer Lust darauf hatte, zu der Vorbereitung am Dienstagabend zu gehen. Es hat sich aber gelohnt!

Was ich euch schon lange zeigen wollte:
Nach einer ausführlichen Diskussion mit meiner Mutter fuhren wir gemeinsam mit meiner Patin nach Zürich und bestaunten das von mir entdeckte Prachtstück. Nur wenige Tage zuvor nämlich waren meine Patin und ich dort zum Shoppen verabredet und verliebten uns beide in dieses Kleid, in mein Kleid. Als wir dies meiner Mutter per Telefon mitteilten, stellte sie uns klar, dass sie das Kleid zuerst sehen und nicht einfach etwas kaufen möchte-etc...:). Die Diskussion folgte. Eigentlich wäre es für mich kein Problem gewesen, mit meinen Eltern zuhause in Ruhe darüber zu sprechen. Dumm daran war aber die Tatsache, dann man das Kleid weder fotografieren durfte, noch reservieren lassen konnte. Auch gibt es jedes Kleid nur einmal in der jeweiligen Grösse. Das machte mich unglaublich nervös! Damals habe ich so dafür gebetet, dass es keine vor mir kauft. Mein Traum aber wurde wahr! Eine Woche später, nachdem wir an der Kasse standen und das gekaufte Kleid für eine Stunde reservierten, gingen wir los um die passenden Schuhe zu kaufen. Anschliessend wurde das Kleid auf diese massgeschneidert, sprich verkürzt. Dann gehörte es mir. Es war Liebe auf den ersten Blick.


An was ich glaube:
Manchmal glaube ich an Gott, weil er den Menschen Kraft und Halt gibt. In armen Ländern, im Krieg, in schwierigen Situationen. Wir können ihn nicht sehen, dürfen aber zu ihm sprechen und ihn als Grund für unser Dasein sehen.
Manchmal glaube ich nicht an Gott, weil es mich unglaublich aufregt und traurig macht dieses Leid auf dieser Erde zu sehen. Warum gibt es so viele arme Menschen, Frauen, Männer, Kinder, Tiere?

Ich glaube nicht daran, dass Gott unsere Welt erschaffen hat und auch nicht an Adam und Eva. Für mich ist der Urknall für das Entstehen der Erde verantwortlich. Einer der grössten Gründe weshalb ich manchmal nicht an die Existenz Gottes glaube, ist der Zweite Weltkrieg. Wie ihr vielleicht wisst, interessiere ich mich extrem dafür und kenne nicht alle, aber leider viele Details der Grausamkeiten, welche da verübt wurden. Dass in dieser unvorstellbar schrecklichen Situation jemand da gewesen sein sollte, bezweifle ich einfach. Das aber ist meine eigene Meinung. Es darf jeder und jede an das glauben, was er oder sie möchte, da schreibe ich niemandem etwas vor. Jedoch verlange ich von meinen Mitmenschen, dass sie meine Meinung respektieren, genauso wie ich das auch bei ihnen tue.


Die Konfirmation:
Früh am Morgen, um Sechs Uhr um genau zu sein, bin ich vor drei Tagen, am 9.6 aufgestanden. Müde aber war ich nicht sehr fest. Wie denn auch? Ich war schliesslich ausgiebig damit beschäftigt mit dem Duschen, dem Essen, dem Schminken, und dem letzten Schliff. Um halb zehn Uhr hiess es dann das erste Mal lächeln für die Fotografin, welche das Gruppenfoto von uns schoss. Die Konfirmation selbst begann um 10 Uhr im Gemeindesaal, da die Kirche viel zu klein für die vielen Konfirmanden und ihre Familien gewesen wäre. Zwei lange Stunden später durfte ich meinen Platz auf der Bühne, ich sass in der ersten Reihe, verlassen und mit meiner ganzen Familie nach Hause gehen. Ein paar Fotos später machten wir uns auf den Weg zu der gemieteten Location: Einem schönen Schiff. Mehr dazu unter dem Titel "Die private Feier."



Man durfte während der Konf keine Fotos machen. Das obere Bild ist ein Handy-Bild aus weiterer Entfernung, da sich viele in die vordersten Reihen setzten, obwohl sie gar keinen Bezug zu den Konfirmanden hatten. Die Familien sassen oft weit hinten. Leider!


Das Motto:
Meine Konf richtete sich ganz nach dem Motto:"Be a hero", welches von der Mehrheit der Konfirmanden ausgesucht worden ist. Anfangs war ich nicht so begeistert davon-ich hätte "um Himmels Willen" genommen-, was ich jetzt aber ganz anders sehe! Die Dekoration, die Predigt, die Kleidung und die Beiträge haben bestens dazu gepasst.

Dresscode:
Meine Mutter sagte mir, dass ich mit einem solchen Kleid davon ausgehen muss von allen angeguckt zu werden. Ich nickte und war glücklich.

Ein paar von euch haben mich kürzlich gefragt, ob ich wirklich mit einem so auffälligen Kleid an meine Konfirmation gehen dürfe. Deshalb und weil ich weiss, dass ich das nach diesem Artikel erneut gefragt werde, habe ich für dieses Thema extra die Kategorie "Dresscode" eingerichtet. Wir haben eine sehr moderne und aufgeschlossene Kirche. Themen wie Magersucht, Prostitution und Drogen wurden sehr oft angesprochen. Um es aber kurz zu machen: Es gab keine Kleidervorschrift für die Konf. Jeder und jede durfte sich so anziehen, wie er/sie das gerne wollte. Obwohl ich das gemeinsame Bild vor dem Gottesdienst noch nicht gesehen habe, ist mir aufgefallen, wie schön alle ausgesehen haben. Um ehrlich zu sein bin ich gar nicht so aufgefallen wie zuvor gedacht. Ein bodenlanges Kleid hatte aber nur ich an. Die jungen Männer trugen alle schöne Schalen, die Mädels Kleider und unterschiedliche Schuhe. Was ich persönlich sehr viel schlimmer fand, waren die wenigen aber kurzen Kleider. Auch gab es zwei junge Damen, welche in meinen Augen zu wenig festlich angezogen waren. Das Bild von Frau in weiss, Mann in schwarz existierte nicht, weder vor noch nach dem Anlass. Eine Konfirmation ist etwas Fröhliches und genau so waren wir angezogen.

Was mich total gefreut hat, war die Meinung meiner Oma über mein Kleid. Es hat ihr total gefallen. :)


Mein Kleid und ich:
In meinem Kleid fühlte ich mich super! Ich habe sehr viele Komplimente erhalten und muss ehrlich sagen, dass ich mir kein besseres Kleid hätte vorstellen können. Endlich kann ich euch auch diese Bilder zeigen, ich konnte es kaum abwarten;)! 



Die private Feier:
Das Wetter war so wunderschön. Angenehm, bezaubernd und einfach wunderschön! Es war weder zu kalt, noch zu heiss-was vor allem für meine Grosseltern von Vorteil war. Etwa um 13 Uhr wurden wir vom super netten Personal begrüsst und sind dann in das Schiff eingestiegen. Es folgte ein genialer Nachmittag mit gutem Essen, viel Gesprächsstoff, meinen Verwandten und einem dauergrinsenden Mädchen namens Cécile. Wir haben es sehr genossen. Alles Schöne aber endet schnell. Nach etwas mehr als drei Stunden und einem entspannten Halt, verliessen wir das Schiff wieder und fuhren zu uns nach Hause. In der darauffolgenden Nacht schliefen wir alle sehr gut;).

Nach dem Tag schrieben mir ein paar meiner Gäste wie toll sie alles fanden, was mich unglaublich freute. Genau so wie ich die "Atmosphäre" beschrieben habe, war er für mich nämlich auch!









Meine Geschenke:
In weniger als einem Jahr werde ich zusammen mit meiner Patin ein paar wunderschöne Tage verbringen. In Paris. Aus diesem Grund habe ich mir auf meine Konfirmation Geld für diese Reise gewünscht. Ich werde sobald ich in der Lehre bin, einen Dauerauftrag einrichten und dann monatlich einen Teil meines Lohnes auf ein Konto einzahlen. In Paris werde ich mir mit dem Geld der Konf und meinen "ersten" Löhnen "ein paar" (Betonung auf Anführungs-und Schlusszeichen!) meiner grössten Wünsche erfüllen. Natürlich könnte ich dies auch zum jetzigen Zeitpunkt tun, finde es aber einfach viel lässiger diese tollen Momente mit Paris zu verbinden. Mehr zu dieser Reise und wie es dann tatsächlich sein wird folgt. Ich möchte noch nichts versprechen was ich nicht einhalten kann und mir keine Luftschlösser bauen;). Völlig unerwartet wurde ich am Sonntag zudem mit Glatttalern (Gutscheine für alle Läden in einem bestimmten Shoppingcenter), wunderschönen Blümchen und einer bezaubernden Guess Tasche beschenkt. Ich liebe sie!

 

Eure Fragen, meine Antworten:
1. Wieso hast du dich überhaupt konfirmieren lassen, wenn du nicht daran glaubst? :) 
Manchmal glaube ich an Gott, manchmal nicht. Die Konfirmation habe ich als grosse Chance gesehen, mehr von Gott zu erfahren, meine Fragen zu stellen, zu diskutieren und mit tollen Menschen Zeit zu verbringen. Ich finde man lässt sich nicht nur wegen Gott konfirmieren, sondern auch wegen dem Zusammenhalt.

2. Haben bei dir alle Mädchen so auffällige Kleider getragen?
Die Mädchen waren (fast) alle schön angezogen und hatten durchaus farbige und fröhliche Kleider an. Wie gesagt ist das bei uns kein Thema und es gab keinen Dresscode. 

Für diesen Artikel:
...Habe ich etwa vier Stunden gebraucht und mir total Mühe gegeben. Ich hoffe die vielen Bilder, Texte und Eindrücke haben euch gefallen! Ich freue mich über Kommentare!

Ein Erinnerungsfoto von der "Täschi" und mir;). Entstanden am Sonntagabend. 

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo!

Dir ist wirklich ein toller Artikel gelungen. :-)
Du siehst in deinem Kleid wirklich suuper aus, ein Traum.
Was mich interessieren würde: wieso durften während der Konf keine Fotos gemacht werden? Bei uns (in Österreich) ist es üblich, dass zu solchen Anlässen alle Verwandten mit Kameras um die besten Plätze zum Fotografieren "kämpfen". ;-) Dadurch hat man anschließend viele, viele schöne Erinnerungen.

LG Kara

Coco ♡ hat gesagt…

Ein toller Artikel, man merkt dass du dir mühe gegeben hast :)
Dass kleid ist wirklich wunderschön :)

Anonym hat gesagt…

wow das kleid ist wirklich wunderwunderschön! :)

Paradise-cookie hat gesagt…

Ich hatte meine Konf auch am 9.6. Sehr schöne Fotos und ein wunderschönes Kleid :)

Paradise-cookie hat gesagt…

Ich hatte meine Konf auch am 9.6. Sehr schöne Fotos und ein wunderschönes Kleid :)

Paradise-cookie hat gesagt…

In welchm Laden in Zürich hast du das Kleid gekauft?

Anonym hat gesagt…

Du siehst ungeschminkt noch schöner aus.

Cécile M. hat gesagt…

Wie süss, dankeschön!

Cécile M. hat gesagt…

Herzlichen Dank! Das freut mich sehr Coco!

Manuel hat gesagt…

Sehr tolle Bilder und ein wundervolles Kleid.

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